Muskelkater!
Die letzten 2 Tage bin ich circa 30 Kilometer durchs schöne Rheinland, auf dem Rhein Burgen Weg und dem Rheinsteig, gewandert. Herrliche Landschaft, herrliche Ausblicke, herrliche Tour. Wer sich die Tour gerne näher anschauen möchte, sollte ab Mitte August meinem YouTube Channel (www.youtube.com/SoerenVogelsang) mal wieder einen Besuch abstatten.
Mit Zelt, Schlafsack und Isomatte kommen allerdings ein Paar Gramm zusammen und jedes einzelne davon merke ich gerade in meinen Muskeln auf dem Weg zurück nach Bückeburg.
Ich bin unglaublich froh, als ich endlich gegen Abend mit dem schweren Rucksack im Hotel ankomme und lasse ihn dankbar aufs Bett fallen; mich gleich mit.
Aber nein, ich muss auf den Platz zur Nagel-Meisterschaft (nein, das hat nichts mit Sex zu tun).
Leider komme ich für ein Einschreiben in die Liste zu spät, aber ein wenig Spaßnageln ist immer drin. Ich spiele drei Runden, die ich allesamt nicht gewinne (aber auch nicht verliere) und begebe mich zurück ins Bettchen.
Am nächsten Morgen werde ich vom strahlend blauen Himmel begrüßt, der durch mein Fenster scheint. Herrlich. Heute wird ein guter Tag.
Wir stürmen Bühne Vier und haben, trotz massiver technischer Probleme an diesem Tag, sehr viel Spaß. Jedes Konzert ein bisschen mehr. Beim zweiten Tageskonzert haben wir so viel Spaß, dass wir „Für den Frieden“ mal wieder 1a verlabern und spontan eine circa 15 Minütige Bühnenversion dieses eigentlich nicht mal 5 Minuten langen Songs „zaubern“. Warum passiert uns das eigentlich immer wieder bei genau diesem Song?! Selbst auf der am Freitag erscheinenden Live-CD „Woniniwowa“, ist der Song nur halbiert in zwei Teile zu finden.
Das Abendkonzert um 23Uhr ist natürlich mal wieder der Höhepunkt. Nicht nur, dass Das Niveau endlich wieder „Ficken“ sagen darf, nein, auch Prinz Hodenherz, von unseren lieben Kollegen von Feuerschwanz, stattet uns einen Besuch ab und feiert mit uns einjähriges Revival der Niveauisation „Regen“. Mangels einer aktuellen Version, hier mal den Song von 2011:
Der nächste Tag beginnt mit einem Schock: Lasterbalk der Lästerliche, von unseren lieben saltarellischen Kollegen erzählt uns, dass sein geliebter Bandkollege Dr. B. Samoel bei seinem Kontrollbesuch im Krankenhaus gestern sofort da behalten wurde und er heute leider erneut operiert werden muss. Unter Tränen und Gewimmer fleht er Martin auf Knien an in diese musikalische Bresche zu springen, die ein solch hervorragender Gitarrist nun mal hinterlässt, wenn er nicht zur Stelle ist. Der Lange Saltate umschlingt die Beine meines Bandkollegen, küsst ihm die Füße und bezeichnet ihn als: „Ein Mann von Größe[,] ein[em] dem alles zu zutrauen ist. Virtuose an der Klampfe und Improvisationskünstler, Universalgenie und Interlektueller des modernen Songwritings“
Diese Worte kann man selbst im Blog unserer Dudelsack liebenden Kollegen nachlesen.
Doch Martin bleibt skeptisch, ob das nicht vielleicht doch wieder ein übler Trick der Klamotten-an-Backstage-Decken-klebenden-Kollegen ist und lehnt aus reinem Selbstschutz ab.
Dass es allerdings kein übler Trick, sondern die Wahrheit und nichts als die Wahrheit war, erfahren wir erst, als Paule das Brett von Versengold die Bühne mit seiner Klampfe entert und wie besessen drauflos spielt. Wir schicken ein Stoßgebet zum Himmel, dass er den armen Dr. B beschützen möge und vergewissern uns mehrmals am Tag noch, dass es ihm, den Umständen entsprechend, schon wieder ganz gut geht.
Ich fürchte aufgrund von Martins Zögern, dass Saltatio ihre auf der Frühjahrs-Tour ausgesprochene Drohung, auf unserer nächsten gemeinsamen Tour im November wahr machen werden und nicht nur Martins Klamotten, sondern wohl Martin himself mit Gaffa-Tape an die Backstage-Decke kleben.
Aber wer kann schon ahnen, dass die Saltaten auch ab und zu mal die Wahrheit sprechen…?
Highlight des Tages war allerdings eindeutig das Fanclubtreffen unseres offiziellen Fanclubs „Volle Publikum“ am „Schwarzen Kater“. Völlig entspannt, mit netten Fanclublern Bierchen trinken und plaudern. Einen Dank an dieser Stelle an alle lieben Leute aus dem Fanclub, die dabei waren. Es war uns ein Fest.






